Verein
Chronik der Schwarzmeerzunft Bäuch
Gründung:
Die Zunft wurde am 2. März im Jahr 1955 von einigen (12) Mitgliedern der katholischen
Pfarrvereine gegründet.
Davon leben heute noch 2, nämlich Dora Käch und Othmar Stampfli.
Aus den ersten Statuten:
„Zweck der Zunft ist die alljährliche Durchführung eines Maskenballs und eventuell weiterer
fasnächtlicher Aktionen zur Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühles unter den
Katholiken und zur Erhaltung oder Wiedererweckung des traditionellen, sauberen und
fröhlichen Fasnachtsgeistes im Dorf.“
Jedes Jahr fand im damaligen Lindensaal ein Maskenball statt.
Aktivitäten Heute
Heute ist die Zunft eine lockere Gesellschaft, die sich zum Ziel setzt, die Dorffasnacht in
Bellach zu gestalten. Unsere Aktivitäten beginnen am Schmutzigen Donnerstag mit der
Chesslete, dem Dorfrundgang der Guggenmusik und der Schnitzelbankgruppe. Wichtigster
Anlass für uns ist aber der Kindermaskenball (neu am Samstag Nachmittag), an dem jeweils
viele Familien mit ihren Kindern feiern können. Mit dem Verbrennen des Böögs zusammen
mit der Fideliozunft endet die Fasnacht am Aschermittwoch.
Gründung der Schwarzmeerfrösche 1970
Im Zunftbott hiess es:
Dir liebe Narre vo der Zunft
Heit dir scho ghört dervo?
As d’Zunft nach ihrer Niederkunft
Het Jungi übercho?
Mir stelle üs hüt s’erschte mol
Als Schwarzmeerfrösche vor.
Mir mache Musig. quak quak quak
Und singe all im Chor
Ar Fasnacht tüe mer s Schwarze Meer
Für churzi Zit verloh
Und wärde denn als Guggemusikante fürecho
Mir bloose, singe, s’isch e Freud
Und mache euse Chehr
Und gumpe wenns denn düre isch,
halt zrügg is Schwarze Meer.
Der Name:
Die Schwarzmeerzunft hat ihren Namen vom Bellacher Weiher. Dieser wird „Schwarzes
Meer“ genannt, weil lange Zeit der Weiher dem Besitzer der Weberei, Herrn Schwarz,
gehörte.
1970 wurde der Lindensaal geschlossen und die Zunft hatte keinen Saal mehr.
Wir liessen uns aber nicht abschrecken und fanden in verschiedenen Fabrikgebäuden
provisorische Unterkunft. Mit aufwändigen Dekorationen gestalteten wir die Hallen der
Kunststeinfabrik Messer, der Amsler AG und der Carrosserie Liechti, um die Maskenbälle in
Festlicher Dekoration durchführen zu können. Provisorien dauern bekanntlich länger und so
konnten wir erst im Jahr 1992 den ersten Maskenball im neuen Turbensaal durchführen.
Ev. Bild
Da auch in Bellach die Fasnacht zunehmend an Besucherschwund leidet, werden wir im 2006
Die Fasnacht reorganisieren.
Alljährliche Zunftreisen
Legendär waren auch unsere 2-tägigen Zunftreisen, etwa ins Elsass und nach Süddeutschland,
wo wir die Beiz übernommen hatten, ins Centovalli mit mittelalterlichen
Übernachtungsmöglichkeiten, auf die Jungfrau, bei der Hinreise wir zum Mittagessen ein
Armeezelt aufbauen mussten oder nach Rapperswil, wo wir nach rasanten
Sommerrodelfahrten am Abend die Braut einer fremden Hochzeitsgesellschaft „entführten“,
und nicht zu vergessen die diesjährige Reise in den Norden nach Stromberg in Westfahlen.
Dort durften wir am diesjährigen Schützenfest auftreten. Dieser Auftritt wurde zu einem
riesigen Erfolgserlebnis.